|
Der Bundesstaat Maranhão liegt im Nordosten Brasiliens. In der
Vegetation und Fauna, aber auch kulinarisch macht sich der Einfluss des relativ nahen Amazonasgebietes bemerkbar. Durch seine Nähe zum Äquator ist es das ganze Jahr über tropisch warm.
Die Hauptstadt São Luis besitzt eines der eindrucksvollsten architektonischen Vermächtnisse Brasiliens aus der Kolonialzeit. Weite Teile der Altstadt sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärt worden.
In Maranhão liegen vier Nationalparks: Sete Cidades, Serra das Confusões, Serra da Capivara und Lençóis Maranhenses. Letzterer ist mit seiner wunderschönen
wüstenähnlichen Dünenlandschaft, in der sich hunderte blauen Lagunen befinden, am bekanntesten.
Alcantara ist ebenfalls einen Besuch wert. Einst eine durch Anbau von Zuckerrohr reiche
Stadt mit vielen Herrenhäusern, besteht heute aus zum größten Teil verlassenen historischen Gebäuden und Ruinen. Auf dem Gebiet des heutigen Alcantara lag einst eine Siedlung der
Tupinambá Indianer. Im Jahr 1612 besetzten die Franzosen das Gebiet und verbündeten sich mit den Indianern gegen die Portugiesen. Allerdings verjagten die Portugiesen nach drei Jahren die
französische Besatzung. Bei Alcantara liegt ein Weltraumbahnhof, von dem aus Brasilien Raketen mit Satelliten in den Orbit schießt.
Die Vegetation in Maranhão reicht von
Mangrovenwäldern im Küstengebiet bis Steppe im Hinterland.
Dieser Bundesstaat ist als Reiseziel noch ein Geheimtipp und bietet besonders Naturliebhabern eine große Vielfalt.
|